Abschied vom Wundernetz 2

Den Inhalt vorlesen lassen:

Von 2018 bis 2022 gab es das Projekt „Wundernetz 2 – gemeinsam stärker“:
Das Projekt war für Menschen mit und ohne Behinderungen.
Gemeinsam haben die Menschen viel gemacht.
Zum Beispiel ein Magazin in Leichter Sprache.
Der Name von dem Magazin ist „LeichtSinn“.
Oder Fernseh·sendungen bei OTV.
Sie können die Sendungen im Internet anschauen.
Die Sendungen sind in der Mediathek von OTV.
Die Sendungen heißen „Wundernetz-Magazin“.

Ein Bild aus unserer letzten Sendung bei OTV.

Wir haben auch mit der Hochschule OTV zusammen gearbeitet:
Wir haben Videos für YouTube gemacht.
Wir haben einen Podcast gemacht.

Und wir wollten Kurse für Erwachsene besser machen
für Menschen mit Behinderungen.
Die Kurse sind bei der VHS, beim Ebw und bei der KEB.
Wir haben auch Gottesdienste gemacht für mehr Inklusion.

In der Corona·zeit gab es manchmal einen Lock·down.
Dann durften wir uns alle nicht treffen.
Im Lock·down haben wir uns Briefe geschrieben.
Wir haben auch Video·konferenzen ausprobiert.
Aber das ging leider nicht gut.
Deshalb konnten wir nicht alle unsere Pläne machen.

Aber dann durften wir wieder Dinge gemeinsam machen:
Zum Beispiel beim Einheits·buddeln im Malteser·garten.
Und mit einem Stand beim Oberpfalz·tag in Amberg.

Die Zeit vom Wunder·netz 2 ist jetzt zu Ende.
Das ist schade.
Aber wir machen weiter mit unserer gemeinsamen Arbeit.

Hildegard Legat ist die Leiterin vom Wunder·netz.
Sie hofft:
Im November 2022 können wir wieder arbeiten.
Wir machen einen Kurs in Gebärden·sprache.
Den Kurs machen gehörlose Menschen.

Ein kleines Gruppenbild beim Grillfest

Und hier kommt der Text noch mal in Standardsprache:

Abschied vom Wundernetz 2 – doch nur für kurze Zeit

Seit 2018 haben Menschen mit verschiedensten Behinderungen im Inklusionsprojekt „Wundernetz 2 – gemeinsam stärker“ immer wieder von sich hören lassen: Zum Beispiel mit einem Magazin in Leichter Sprache mit dem Titel „LeichtSinn“. Oder mit dem halbstündigen Wundernetz-Magazin bei OTV, das dort in der Mediathek abgerufen werden kann. In Zusammenarbeit mit der OTH entstanden YouTube-Videos und der inklusive Podcast „Wundercast“. Gemeinsam mit den Erwachsenenbildnern VHS, ebw und keb wurden inklusive Kurse angeboten und begannen Gottesdienste, die für mehr Inklusion im Landkreis warben.

Während der Lockdowns versuchten die Mitglieder des Projekts, über Briefe und Videokonferenzen in Kontakt zu bleiben. Für viele Menschen mit Behinderung waren die technischen Hürden jedoch enorm. Viele Projekte mussten in der Corona-Zeit stillgelegt werden, doch beim Einheitsbuddeln im Maltesergarten und mit einem Stand beim Oberpfalztag in Amberg waren endlich auch wieder größere Aktionen möglich.

Nun geht es mit dem Ende der Finanzierung durch Aktion Mensch in eine Pause, doch Projektleiterin Hildegard Legat hofft, ab Ende des Jahres neu durchstarten zu können: „Im Herbst planen wir eine Fortbildung in Gebärdensprache, die von gehörlosen Menschen gemacht wird. Und 2023 hoffen wir, unterstützt von „Demokratie leben“, in ein neues Wundernetz-Projekt starten zu können. Dann geht es uns vor allem um eine Steigerung der Medienkompetenz von Menschen mit Behinderung. Damit niemand mehr so abgehängt wird wie zu Zeiten der Lockdowns.“

„Das Schönste war das Miteinander: Ideen entwickeln und diese miteinander ausführen“, erzählt Luise Vogel, eine Teilnehmerin im Inklusionsprojekt Wundernetz 2. „Es war sehr gut, Sichtweisen und Bedürfnisse von Menschen mit den verschiedensten Behinderungen kennenzulernen“, ergänzt die sehbehinderte Annette Weiß. Ihr blinder Mann Peter berichtet: „Es war immer sehr schön, wenn man sich getroffen hat!“

„Wir sind weiter mit dabei!“, bekräftigten fast alle Menschen aus dem Team nach dem Projektabschluss am vergangenen Freitag.

Beim Abschluss-Grillfest des Wundernetz 2 gratulierten auch Oberbürgermeister Michael Cerny und Eduard Freisinger, der Vorsitzende der Lebenshilfe Amberg-Sulzbach e. V., dem ganzen Team herzlich zu vielen Jahren inklusiver Arbeit, in der Freude und Spaß am Miteinander nie zu kurz kamen.

Text und Fotos: Monika Ehrenreich

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