Ina und Lisa haben Franzis Musikvideo gedreht

Den Inhalt vorlesen lassen:

Ina Brunnhuber und Lisa Frey haben für das Wundernetz ein Musikvideo zu Franziska Lottners Song „Ich bin besonders“ gemacht. Das Ergebnis ist seit einigen Monaten hier auf Youtube zu sehen.

Wir haben die beiden zu ihrer Arbeit befragt:

Woher kommt ihr beiden, wie hat es euch zum Studium nach Amberg verschlagen?

Ina: Ich komme aus Landshut. Durch Zufall habe ich von einem Freund erfahren, dass man hier Medienproduktion und -technik studieren kann. Mich hat gerade dieses breite Spektrum aus allen Bereichen der Medien beeindruckt. So musste ich mich nicht schon vor meinem Studium festlegen welchen Weg ich später gehen möchte. Zudem bin ich auch wieder gleich zuhause, das war mir gerade anfangs sehr wichtig.

Lisa: Ich bin quasi zugewandert. Ich komme aus Hessen, genauer aus Korbach. Für das Studium in Amberg habe ich mich entschieden, weil ich im Medienbereich technische sowie gestalterische Fähigkeiten erlernen wollte. Da kam mir der Studiengang Medienproduktion und Medientechnik in Amberg ganz recht. Dann hieß es also auf nach Amberg.

Welchen Berufsweg wollt ihr jetzt nach Abschluss eures Studiums einschlagen?

Ina: Mein Wunsch ist es später im Marketing mit Schwerpunkt Kommunikation zu arbeiten. Nach meinem Abschluss möchte ich noch einen Master in diesem Bereich dranhängen um für mein späteres Berufsleben bestens vorbereitet zu sein.

Lisa: Ich möchte gerne im Filmproduktionsbereich sowie im Medien-Marketingbereich tätig werden. Da wir mit unserem Bachelor eine breit gefächerte Medien-Ausbildung erhalten haben, ist es wichtig sich zu spezialisieren. Deshalb bewerbe ich mich gerade auf einen Master in den Fächern Unternehmenskommunikation und Medien-Marketing.

Wie seid ihr dazu gekommen, dieses Musikvideo zu machen?

Lisa: Wir haben im vorigen Semester im Fach Mediendramaturgie und -Konzepte bereits mit dem Wundernetz zusammengearbeitet. Die Studienarbeit in diesem Fach hatte zur Aufgabe ein Konzept für das Wundernetz zu entwickeln, um die Inklusion (insbesondere in Amberg) voranzutreiben. Das Ergebnis unseres Konzeptes war die Umsetzung eines Werbeclips in Form eines Adbusters, d. h. wir haben eine bereits vorhandene Werbung verwendet und diese, gemeinsam mit dem Wundernetz-Team, umgestaltet. Das Projekt hat uns allen viel Freude bereitet, die Arbeit im Team hat sehr gut harmoniert und da das Ergebnis am Ende so gut war, hat uns Monika ein weiteres Projekt in Kooperation mit dem Wundernetz vorgeschlagen: Die Entwicklung eines Musikvideos zu Franzis Song.

Welche Geschichte wollt ihr damit erzählen?

Ina: Wir wollen genau die Botschaft von Franzis Song mit unserem Musikvideo vermitteln: Jeder Mensch ist etwas Besonderes, egal wie und wer er ist. Der Grundgedanke hinter unserem Film ist die Einzigartigkeit jedes einzelnen Menschen zu vermitteln. Franzi spielt die Hauptrolle in dem Musikvideo.

Kurz zur Story im Musikvideo: Franzi folgt der Melodie ihres Songs, durch verruchte Gassen in einen dunklen Saal hinein. Dort begegnet sie maskierten Menschen, aber sie hat keine Angst, sie geht auf die Menschen zu und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Hüllen von jedem Einzelnen fallen zu lassen, indem sie die Stärken von jedem Einzelnen offenbart. Am Ende des Musikvideos sind alle Darsteller demaskiert, sie sind glücklich und schmeißen die Masken in die Luft.

Lisa: Im übertragenen Sinne sollen die maskierten Personen dafür stehen, dass alle Menschen gleich sind. Egal ob alt oder jung, dick oder dünn, beeinträchtigt oder nicht beeinträchtigt. Dennoch hat jeder Mensch seine eigene Geschichte, seine eigenen besonderen Fähigkeiten, seine Stärken, also das was ihn ausmacht. Das soll durch die Demaskierung gezeigt werden. Zudem ist die Stärke jeder Person als Visual Effect auf der geöffneten Hand der Person zu sehen.

In einem Storyboard planen die beiden ihr Musikvideo: Jede Szene ist gezeichnet, damit man sich besser vorstellen kann, wie der fertige Film aussieht.

Ihr habt eure Requisiten auf einem ungewöhnlichen Weg bekommen? Wollt ihr etwas dazu erzählen?

Lisa: Das stimmt. Am interessantesten war wirklich die Organisation der Truhe. Da wir in einer Szene im Musikvideo unbedingt eine alte Holztruhe zeigen wollten, aus der Franzi die „Besonderheiten“ der maskierten Personen herausnehmen sollte.
 Diese Truhe haben wir über die Facebook-Gruppe: „Suche-Biete-im-Raum-Amberg“ bekommen. Eine Frau aus der Umgebung hat sich bereit erklärt uns ihre Truhe für den Dreh auszuleihen. Dank der Hilfe unserer Freunde konnten wir die Truhe abholen und unversehrt wieder zur Besitzerin zurückbringen. Wir waren echt begeistert, dass die Leute in Amberg so hilfsbereit sind!

Wie fandet ihr den Hauptdrehort, die alte Druckerei Seidel?

Ina: Der Drehort hat uns super gefallen, wir hätten uns keinen besseren vorstellen können: Ein großer, geheimnisvoller, verruchter Raum. 
Der Raum hat das gewisse Flair geboten, was wir in unserem Musikvideo rüberbringen wollten.

Wie lange habt ihr an dem Video gearbeitet?

Ina: Insgesamt haben wir von der Entwicklung der Idee, dem Drehbuch-Schreiben, der Planung des Drehs und der Umsetzung sowie der Postproduktion fast das ganze Semester an dem Projekt gearbeitet. Da unsere Abschlussarbeiten und die letzten Prüfungen noch dazwischenkamen, sowie ein kleiner Nachdreh im Studio der Hochschule vorgenommen werden musste, hat sich das gesamte Projekt ebenfalls in die Länge gezogen. Aber am Ende sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis, denn: Gut Ding will Weile haben, nicht wahr?

Wer hat euch dabei unterstützt?

Lisa: Neben der großen Unterstützung von Monika, die uns alle Kontakte zu den Darstellern hergestellt hat, hat uns unser Prof. Müller bei dem Projekt, insbesondere bei der Ideenfindung, unterstützt.
Zudem haben uns Freunde und Kommilitonen bei der Umsetzung und dem Dreh geholfen. Auch bei der Postproduktion hat unser Freund und Kommilitonen Alexander Böhmer mit seinen Computergrafik-Fähigkeiten das Musikvideo zu etwas ganz Besonderem gemacht. Auch das ganze Wundernetz-Team hat uns beim Dreh mit seinen schauspielerischen Talenten begeistert. Die Eltern und Angehörigen unserer Darsteller sind uns insbesondere mit ihrer Geduld zur Seite gestanden.

Zudem gilt ein besonderer Dank an Franzis Klavierlehrerin Regina, an Franzi und Alexander unseren Drummer, die sich für einen Nachdreh bereit erklärt haben. In diesem Sinne gilt ebenfalls ein besonderer Dank an Familie Lottner, die es Franzi zu jeder Zeit ermöglicht hat, zu den Drehs und Besprechungen zu kommen.

Wie war die Zusammenarbeit mit Franziska und allen Kollegen vom Wundernetz?

Ina: Die Zusammenarbeit war wie immer sehr harmonisch, wir kannten uns ja größtenteils schon von unserem ersten Projekt. Außerdem bewundern wir immer wieder die Geduld unserer Darsteller aus dem Wundernetz-Team, die den anstrengenden Drehtag mit Bravour gemeistert haben. Auch unsere Helfer haben uns dabei super unterstützt. Wir hatten wirklich viel Spaß am Set.

Gibt es eine besondere Anekdote?

Lisa: Da erinnere ich mich an eine Szene, in dieser sollten alle „Maskierten“ in Richtung Franzi gucken. Dabei hat sich unser lieber Thorsten strikt geweigert Franzi anzugucken, wenn die Kamera lief. Er wollte lieber in die Luft gucken, zu Boden oder hinter sich, aber bloß nicht in die Richtung, in die er gucken sollte. Wir haben ihn dann ausgetrickst: Wir haben jede Aufnahme vorher kurz ohne Kamera geprobt. Da Thorsten bei den Proben ganz brav und wie gewünscht Franzi angeguckt hat, haben wir einfach so getan als würden wir eine Probe machen, dabei lief die Kamera doch.

Was war besonders schwierig?

Lisa: Ich denke der eine große Drehtag war für alle Teilnehmer sehr schwer, vor allem gegen Ende des Tages. Für das nächste Projekt haben wir uns vorgenommen den Dreh aufzuteilen, da die Konzentration einfach am Ende nicht mehr vorhanden war.

Ina: Wir haben dieses Projekt von Idee bis zur Umsetzung hauptsächlich zu zweit gemeistert. Das empfand ich persönlich als eine große Herausforderung, da wir beide zeitgleich noch an unseren Bachelorarbeiten saßen bzw. sitzen. Aber unser Mitbewohner Alexander Böhmer hat uns stets motiviert weiterzumachen und uns bei allem geholfen, was außerhalb unserer Fähigkeiten lag.

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